Brazilian Jiu Jitsu

Brazilian Jiu Jitsu ist eine Weiterentwicklung des alten japanischen Judos von Jigoro Kano, das dem traditionellen japanischen Jiu Jitsu entspringt und zu diesem Zeitpunkt nicht nur Wurf- und Bodentechniken enthielt, sondern auch Tritt-, Schlag- und Stoßtechniken.

Mitsuyo Maeda, der ein Student Kanos war, fand Anfang des letzten Jahrhunderts seinen Weg nach Brasilien. Dort traf er auf George Gracie und begann dessen ältesten Sohn Carlos im Kodokan Jiu Jitsu (Judo) zu unterrichten. Kurz darauf begannen auch seine jüngeren Brüder mit dem Training. Der Jüngste von ihnen war Helio Gracie, der aufgrund seiner zierlichen Statur anfing das gelehrte Jiu Jitsu maßgeblich zu verändern. 

Durch seine Effektivität verbreitete sich das Gracie Jiu Jitsu (oder auch BJJ) schnell und fand mit der Zeit zahlreiche Anhänger*innen. Spätestens seit der erfolgreichen Ausstrahlung der ersten UFC (Ultimate Fighting Championship) in Amerika hat BJJ international Relevanz und Reichweite erlangt. 

 

BJJ ist heute aus der Mixed Martial Arts(kurz: MMA)-Szene nicht mehr weg zu denken und wird auch zunehmend stilübergreifend in verschiedenen Schulen und Vereinen gelehrt. 

Aufgrund der rasanten Entwicklung des Brazilian Jiu Jitsu kann man es heute, ähnlich wie beim Judo, in zwei Kategorien unterscheiden. Die erste Kategorie orientiert sich stark in Richtung Selbstverteidigung, bei der Schläge, Tritte und Angriffe mit Waffen eine wesentliche Rolle spielen. Die zweite Kategorie ist das "Sport Jiu Jitsu", bei dem sich das Jiu Jitsu an die jeweiligen Regelwerke der verschiedenen Wettkämpfe anpasst. 

Der Fokus des Trainings liegt jedoch immer auf dem Bodenkampf im Gi (Trainingsanzug). Die Aufgabe ist es, den Gegner durch kontrollierte Bewegungen zu dominieren und ihn mit diversen Hebel- oder Würgegriffen zur Aufgabe zu zwingen.  

"Slow is smooth. Smooth is fast"

-Mitsuyo Maeda

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